Seit fast 30 Jahren steht der Name Wohnheim Acherli für die Betreuung von Menschen mit Handicap im Bern.

Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte Verein Wohnheim Acherli:

1947 Gründung der Kranken- und Invalidenselbsthilfeorganisation durch Herrn Dr. h.c. Paul Kopp
1964 Gründung der KIO Bau- und Wohngenossenschaft (KIO BWG)
1978 Das alte Wohnheim im Brünnengebiet muss der Autobahn weichen. An der Waldmannstrasse 15 entsteht ein Wohnheim für Behinderte mit vorerst wenigen Plätzen. Dank der Zumietung von 2 Etagen, entstehen 70 Wohnplätze für jugendliche und erwachsene Behinderte, die nicht pflegebedürftig sind und im Arbeitsprozess stehen. Der grösste Teil der Bewohnenden ist in einer IV-Massnahme.
1986 Grundsteinlegung und Baubeginn für das neue Wohnheim Acherli und das Sportgebäude mit Turnhalle und Schwimmbad
1988 Bezug des Wohnheims mit 85 Wohnplätzen (Wohngruppensystem), 54 Plätze für IV-Rentner (Dauerbewohner) und 31 Plätze für IV-Massnahmen (Wochenaufenthalter)
1994 Reduktion der Plätze für IV-Massnahmen (23 Plätze), dafür Ausbau der Plätze für IV-Rentner auf 62 Plätze
1998 Gründung des Vereins Wohnheim Acherli als neue Trägerschaft
2000 Umstrukturierung / Neukonzeption vom Wohngruppen- zum Abteilungssystem verbunden mit Aufbau einer Leichtpflege-Abteilung im Haus B
2002 Eröffnung der internen Beschäftigung für Heimbewohnende. Einige Bewohnende scheiden aufgrund der Abnahme von physischen und psychischen Möglichkeiten/Fähigkeiten aus dem Arbeitsprozess in der BAND-Genossenschaft aus. Das Wohnheim wird somit vollumfänglich für die Gestaltung der Tagesstruktur verantwortlich.
2002 1. Zertifizierung und Erlangung des SQS-Zertifikates BSV-IV 2000
2003 Aufgrund einer anstehenden Flachdachsanierung wird der Ausbau von Wohnmöglichkeiten durch Dachaufbauten geprüft. Im Rahmen der kantonalen Bedarfsplanung werden zusätzliche Plätze beantragt.
2003 Der Vorstand und das Führungsteam erarbeiten im Rahmen ihrer Klausurtagung eine neue Strategieausrichtung des Vereins Wohnheim Acherli und legen das neue Wohn-, Betreuungs- und Beschäftigungsangebot fest. Das Leitbild wird neu definiert.
2004

Die Dachaufbauten und somit die zusätzlichen Wohnplätze können nicht realisiert werden, da der Berner Heimatschutz gegen das Projekt erfolgreich Einsprache geführt hat. Es wird entschieden, interessierten Bewohnenden eine punktuelle Nachbetreuung anzubieten.

Die von der Gesundheits- und Fürsorgedirektion bewilligten Plätze müssen zurückgegeben werden, da das Bundesamt für Sozialversicherungen die Finanzen für die Platzzuschläge nicht in der gewünschten Form ausrichten kann.

2004 Aufgrund sehr hoher Unterhaltskosten und der mangelnden Nachfrage von Behinderten wird das Hallenbad geschlossen. Nach dem Umbau der Schwimmhalle wurden Schulungsräume für die Informatikabteilung der BAND-Genossenschaft erstellt.
2004 Durch die wiederum sich ändernde Bewohnenden-Struktur und deren Bedürfnisse werden Abteilungsstrukturen aufgelöst und es wird wieder schwerpunktmässig im „Wohngruppensystem“ gearbeitet.
2005 Erste Bewohnende nehmen nach ihrem Austritt das Angebot der punktuellen Nachbetreuung in Anspruch.
2006 Ein geplanter Ausbau für externe Wohnplätze wird nicht umgesetzt. Start der Planung und Vorarbeiten für die Einführung der Bewohner-Durchmischung (Neukonzeption) und eines neuen Verpflegungskonzeptes.
2007

Die Bewohner-Durchmischung in den Häusern A + C wird vollzogen. Die Erweiterung des Wohn- und Betreuungsangebotes mit einer „begleiteten / betreuten Wohngruppe“ auf dem C 4 wird umgesetzt. Im Haus C wohnen erstmals 3 Frauen (1 Dauerbewohnerin und 2 Frauen mit IV-Massnahme). Das neue Verpflegungskonzept wird Mitte Jahr eingeführt. Alle Bewohnenden kochen an zwei Abenden zusammen mit den Mitarbeitenden das Abendessen selber.

2008 Per 1. Januar 2008 tritt der neue Finanzausgleich (NFA) mit einer 3-jährigen Übergangszeit in Kraft. Die Zusammenarbeit mit dem Kanton wird verstärkt und es sind jährlich mit der Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) Leistungsverträge abzuschliessen.
2008 Jubiläumsjahr: 20 Jahre Wohnheim Acherli + 10 Jahre Verein Wohnheim Acherli.
2010 Die Leistungsverträge mit der GEF verliefen für die vergangenen Jahre soweit problemlos. Die Platzbelegung in den letzten 2 Jahren war in allen Wohnhäusern sehr gut.
2011 Der Vorstand und das Führungsteam erarbeiten im Rahmen ihrer Klausurtagung die Unternehmens-Vision für die nächsten 6 - 8 Jahre. Das Wohnheim Acherli ist in Bern DER Wohnpartner für Menschen mit Handicap, die in einer Gemeinschaft leben wollen und können. Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) kündigt den Tarifvertrag für berufliche Massnahmen per 31.12.2012. Ab 1.1.2013 wird der Tarif neu mit der IV-Stelle Bern vereinbart.
2012 Nach fast 30 Jahren als Heimleiterehepaar treten Walter und Lin Diethelm in den wohlverdienten Ruhestand. Nachfolger wird Jürg Brenzikofer, der als langjähriger Mitarbeiter und Bereichsleiter das Acherli bestens kennt.
2013 Auf der Grundlage des neuen Behindertenkonzeptes des Kantons Bern (2011) wie des angekündigten Finanzierungswechsels 2018 von der Objekt- auf die Subjektfinanzierung, erarbeitet der Vorstand eine Strategieentwicklung 2014-18 mit dem Kernpunkt einer Angebotserweiterung im Bereich der betreuten Wohnformen.
2014

In die ehemalige Heimleiterwohnung ziehen 3 Bewohnende in eine kleinere, selbstbestimmtere Wohngruppe. Im Bereich IV-Massnahmen wird ein 4-stufiges Betreuungskonzept erarbeitet und erfolgreich eingeführt. Die 4. Stufe beinhaltet ein begleitetes Wohnen in einer Aussenwohngruppe. Eine erste Wohnung für 3 Bewohnende wird im Sommer und eine zweite Wohnung im Winter eröffnet.

Der Kanton erhöht unsere bewilligten Wohnplätze auf neu 95.

Neu haben wir eine Gastgewerbebewilligung für unseren Verpflegungsbereich.

2015 Im Bereich IV-Rentner wird eine erste Wohnung dazugemietet.